Autor Thema: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbuch?  (Gelesen 1944 mal)

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Tobias Claren

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Hallo.

Ich fand hierher als ich nach der Länge und dem Ablauf einer Taufe Googlete.
Mich interessiert nicht nur der Ablauf, sondern auch wie man diesen am besten filmen könnte.
Ich fand dies: http://taufe-texte.de/ablauf.htm

Ließe sich da nicht eine Art "Drehbuch" erstellen in dem man vorher die Szenen festhält. Einstellungen sind bei einem realen Ablauf so schnell wohl meist schwer wenn man nicht X Kameras platziert.
Also hätte man höchstens Zeit zwischen den einzelnen Szenen (in dem Link die Punkte), falls die Positionswechsel erlauben.
Oder gibt es so etwas evtl. schon? Da Taufvideos nicht gerade zur Allgemeinunterhaltung in Kino/TV/Videothek gehören, und mit Preisen versehen werden, ist es schwer sich zu orientieren.
Also auch die Perspektiven. Aus welcher Richtung man welche Szene filmen sollte/könnte.
Wan man welche Bewegung macht. Also z.B. Zooms, Schwenks, "Fahrten" (laufend oder evtl. mit Stativwagen) usw..

Auf der Kamera will ich einen 4-Kanal-Rekorder aufsetzen der nachträgliches umwandeln in 5.1 erlaubt (nicht das Gerät, sondern am PC mit Encoder). Am Stereo-Mic-In der Kamera ein Originalkopfmikrofon (in die Ohren gesteckt). So habe ich Kopfstereophonie (am besten für Kopfhörerwiedergabe) und Lautsprecher-Surround für die Anlage.
Ich dachte daran ins Zentrum des Geschehens noch einen einfacheren Audiorekorder mitzugeben.
Muss sich einer in die Tasche stecken und ein kleines Ansteckmikro tragen.
Die Spur (praktisch nur Sprache) lässt sich dann evtl. noch als Center einbauen.
Auch zuvor und danach filme ich einfach (kann die Karten ja zwischendurch auf HDD leeren).
Ich will es nicht so kurz wie in einem Strang angedeutet wurde. 20Min klingt nach 30Min inkl. Werbung ;) .

Ich denke mir, dass wenn man die Perspektiven entsprechend der Abschnitte sinnvoll wechselt und den Ton wie beschrieben maximiert dass es dann auch länger sein darf ohne langweilig zu werden.
So eine Kamerafahrt ala Star Trek 6 von außerhalb der Kirche bis zum Altar wäre doch was ;) .


Grüße,
Tobias Claren

Offline stefanelle

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #1 am: Mai 04, 2010, 10:11:43 Vormittag »
Erstmal herzlich willkommen.

Wenn ich deine technischen Gestaltungsideen lese, kommt mir spontan George Lucas in den Sinn. Ich weiss nur nicht, ob das die richtige
Herangehensweise ist. Was hast du für einen Background? Was hast du schon produziert? Bist du Kameramann oder Hobbyfilmer?
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Offline brigitte

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #2 am: Mai 04, 2010, 10:23:23 Vormittag »
Hallo Tobias!
Hast du Erfahrungen im Hochzeitsbereich? Wenn ja, dann sind diese Erfahrungen sicherlich nützlich für Dich und helfen Dir dabei, auch eine Taufe filmisch gut umzusetzen.
Bezüglich Inszenierung fürchte ich, dass du kaum einen Geistlichen/Pfarrer finden würdest, der bei deinem Drehbuch "mitspielt". Aber selbst wenn das der Fall wäre, dann würdest du das spontane und individuelle Geschehen durch die Inszenierung zunichte machen. Womöglich wären aber genau dies die "besten" Augenblicke gewesen - denn es gibt kein individuelleres Drehbuch als das Leben selbst.
Liebe Grüße!
Brigitte

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #3 am: Mai 04, 2010, 10:45:50 Vormittag »
Erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

Ich glaube, Du bist der erste, der eine Taufe in 5.1 aufnehmen wird. :D

Die Sache mit dem Drehbuch ist sicher eine gute Idee, aber ganz sicher nicht, bzw. nur teilweise, durchführbar, es sei denn Dein Auftraggeber möchte es so.
Du kannst Dir im Vorfeld noch so viele Kamerapositionen ausdenken, am Ende wird Dir womöglich die Sicht versperrt und Du filmst breite Rücken, nur kein Baby.
Kann sein, muss nicht.
Aber aus welcher Richtung man welche Szene filmen sollte, wird Dir hier wohl keiner wirklich sagen können. Versuche selbst mit der Cam dicht dabei zu sein, ohne ins Taufbecken einzutauchen und werte die besten Szenen hinterher aus.
Wenn Du mehrere Kameras zur Verfügung hast, brauchst Du auch Leute, die diese bedienen. Es wird sicher keine statische Sache, bei der der Pfarrer an seinem Altar verbleibt. 

Sprich zuerst mit dem Pfarrer, was er erlaubt und was nicht. Danach kannst Du Dir detailliertere Gedanken über die Umsetzung machen.
Eine Taufe ist kein Konzert, bei dem Du lückenlos `dabei` sein musst. Lieber die langatmigen Teile beim Schnitt entfernen und dafür Zwischenbilder zeigen, um unmerklich zum nächsten interessanten Punkt zu springen.

Offline JuergenW

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbuch?
« Antwort #4 am: Mai 04, 2010, 21:31:35 Nachmittag »
Viel Erfolg!
Und herzlich willkommen :)
Grüße, Jürgen

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Tobias Claren

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbuch?
« Antwort #5 am: Mai 04, 2010, 23:59:41 Nachmittag »
Naja, ich habe die Hochzeit mit einer DCR-TRV700E ohne Stativ gefilmt. Ich dachte zwar damals schon an HD, aber leider klappte das nicht mehr. Schon eine Aiptek Z300HD wäre vom Bild wohl der Sony überlegen gewesen. Zumindest bei dem guten Licht ohne Bewegung. Die Hauptszene seitlich aus einem Erker (müsste "St.Maria von den Engeln?" in Brühl gewesen sein) auf einer Bank aufgelegt.
Das Beste war der Ton ;) . Aber die 20-Euro-Binaural-Stereo-Kapseln die ich mir in die Ohren gesteckt hatte haben einen echt guten Klang aufgenommen. Quasi die Sparversion von OKM (OriginalKopfMikro).
Ich brauchte wegen der Spannungsversorgung der Sony auch keinen teuren Speiseadapter.
jetzt habe ich mir aber ein OKM II Klassik + A3-Adapter zugelegt. Die kleine Sanyo Xacti HD2000 hat keine Speisespannung am MicIn.


Wenn ich einen guten Ablaufplan habe, dann ist es egal ob man Claren oder Kubrik heißt.
Ich habe dann einen Plan. Ich will da keine Kompromisse machen die nur darauf beruhen dass ich keine Erfahrung habe.


Ich erwähnte ja, dass es keine Inszenierung ist, und es einfach abläuft.
Wü+rde ich eine Demo filmen hätte ich auch den Anspruch nicht so wackelige unscharfe pixelige Bilder abzuliefern wie man sie bei YouTube findet. Und da ist ja schon 720p möglich. Es kann dort also besser aussehen als in herkömlichem TV (abgesehen von HDTV in 1080-FullHD).
Sogar da würde ich mit noch mit externem 4-Kanal-Audiorekorder aufnehmen wollen (schon wegen der erkennbarkeit von gesprochenem).

Es ist bei der Taufe ja kein "Drehbuch", sondern eine Art Verzeichnis/Ablauf für mich.
Ich weiß dann zuvor was geschehen wird, und kann das nutzen um vorher den Ablauf zu planen.


Das Aufnehmen in 5.1 scheint ja noch das einfachste zu sein.
Einen Zoom H2 Audiorekorder auf den Blitzschuh der Kamera (per Adapter auf Gewinde) im 4-Kanal-Surroundmodus 2 Stereodateien erzeugen lassen (hat oben 4 Mikros drin), und das dann mit dem Vortex Zoom Encoder in DTS 5.1 umwandeln. Scheint es auch eine Trial zu geben.
Auch in Vegas Pro soll ein 5.1-Encoder enthalten sein. Gibt es ja auch eine VOllfunktionsfähige Trial von Vegas. Und was das Synchronisieren angeht scheint das mit dem PlugIn Pluraleyes (auch 30 Tage voll funktionsfähig) in Vegas ja sehr einfach zu sein.
Das Video braucht nur eine Tonspur (auch miese internmikroqualität reicht) damit die Extra-Tonspuren damit synchronisiert werden können.

Es wäre halt gut, wenn man hinterher bei der Wiedergabe zwischen 5.1 oder Kopfstereophonie wählen kann.
Möglichst noch eine extra Stereospur. Die kann man auch aus dem 4-Kanal-Surround errechnen (Ich glaube Dolby Surround [das alte mit 4 Kanälen in Stereo kodiert]), oder man nimmt die Datei mit der Fronaufnahme alleine.

So dass man es sowohl auf Stereo, also auch Kopfhörer und 5.1-Anlage ideal hört (3 wählbare Tonspuren).



Warum dicht dabei sein? Reicht kein (optischer) Zoom? Dann reicht es zu zoomen und zu schwenken, wenn der Pfarrer sich bewegt.
Wegen dem Ton? Den plane ich ja direkt an den Eltern aufzunehmen. Ein Audiorekorder und ein kleines Ansteckmikro stört wohl keinen. Mit Stativ (aktuell ein ROWI 6120V, wo aber der Griff fehlt / denke an ein Manfrotto 055XPROB) sollte das auch aus der Entfernung gut aussehen. Für "Fahrten" dachte ich an ein Mafrotto 585. Es heißt zwar, dass z.B. ein Merlin bedeutend besser sein soll, aber besser als die Kamera von evtl. 300gr ganz ohne Stabilisierung zu halten. Mit etwas Silikonöl, Teflon oder Silikonfett bzw. in Kombination lässt sich das Gelenk evtl. auf weniger Reibung bringen.

"Mehrere Kameras" ist ein Problem. Ich hätte zwar noch die Aiptek Z300HD (720p), und notfalls so ein Lidl-"Silvercrest"-Teil (so ein krummes 1440x1080 meine ich) zur Verfügung, aber schon wegen der geringeren Qualität sollten sich dessen Bilder in Grenzen halten. Ich könnte die mit einem alten "ISING" Reisestativ und einem Ministativ mit flexiblen Kugelgelenken (Art "Gorillapod") aufstellen oder sogar irgendwo fixieren. Wenn ich dann aber große Vollbilder davon einsetze sieht man sicher den Qualitätsunterschied. Höchstens kleine eingeblendete Bilder wären ohne dass es auffällt denkbar.
Wie in "24" ;) so dass man zugleich verschiedene Perspektiven sehen kann. Nicht unbedingt durchgehend, eher Einblendungen wenn gerade was im Publikum geschieht. Wie bei Versteckte Kamera usw. wo man wärend dem Clip Reaktionen des Hereingelegten zeigt.

Hätte ich zwei von den Xaxcti HD2000 würde ich wahrscheinlich auf die Idee kommen in 3D zu drehen ;D .


Im Kirchenschiff stehen die Leute schon nicht unkontrolliert rum wie in einer Disco. Das lässt sich schon planen. Ich warte auch noch auf Weitwinkel und Filter aus HongKong. Verzögert sich angeblich wegen der Aschewolke. Am 12. bestellt. Sind noch gut 10 Tage bis zum Termin.

Bedienen müste ich die Kameras alleine. Also früh genaug einschalten und laufen lassen. Mit den Fernbedienungen evtl. aus der Ferne.

Mit DVD bzw. BR-Technik und deren Menüs wäre ja eine Unterteilung in Kapitel möglich.
Dadurch sollte es auch möglich sein mehr Material unterzubringen ohne dass man hinterher alles sehen muss.
Ich weiß es nicht, aber evtl. kann man ja verschieden lange Versionen durch jeweils unterschiedliche Auswahl der Kapitel einrichten. Das kostet nicht mehr Platz, ist ja nur eine "Playlist".
« Letzte Änderung: Mai 05, 2010, 00:04:44 Vormittag von Tobias Claren »

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #6 am: Mai 05, 2010, 08:40:36 Vormittag »
Wieviele Tausender bekommst Du dafür?  *grübel*

Du beschreibst die Theorie ja ganz gut, aber mit `evtl.` und `man könnte`, `oder`...... wird es eine spannende Zeit für Dich.
Ich glaube Du gibst gerade Geld für Sachen aus, die Du nach diesem Event bei Ebay verkaufst.
Die Nachbearbeitung wird nicht ohne sein. Da Du einige genannte Programme nur von der Herstellerbeschreibung her kennst. wird es nicht einfacher. 



Offline stefanelle

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #7 am: Mai 05, 2010, 09:31:52 Vormittag »
Also nach allem, was ich lese, hab ich das Gefühl, das du nicht wirklich Erfahrung hast und alles auf Basis des technischem Equipments planst. Ganz ehrlich, wie ich finde, eine gute Voraussetzung, um grandios zu scheitern.
Ein guter Film basiert nicht auf guter Technik... wenn du die richtige Idee hast, tut es eine Handykamera. Was ich sagen will, das sehr wohl unkontrolliert Leute im Kirchenschiff stehen werden. Da reicht es, das der Pfarrer
einen Stuhl verrückt und die ganze vorinstallierte Technik ist für den A****, weil alles 1,2 Meter entfernt stattfindet.

Versteh uns richtig, hier will dich keiner bremsen oder fertig machen, es ist nur so, das sich hier einige Jahrzehnte Filmerfahrung treffen und die meisten wissen aus Erfahrung, das deine Planung nur so gut ist, wie deine Intuition, den Plan im richtigen Moment zu ändern.

Ich wünsch dir in jedem Fall viel Erfolg und würde mich freuen, mal einen Ausschnitt aus dem Werk sehen zu dürfen...
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Offline brigitte

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #8 am: Mai 05, 2010, 09:56:15 Vormittag »
Ließe sich da nicht eine Art "Drehbuch" erstellen in dem man vorher die Szenen festhält.

Ich erwähnte ja, dass es keine Inszenierung ist, und es einfach abläuft.

Das musst du jetzt erklären wie du das gemeint hast - denn diese beiden Aussagen widersprechen sich eindeutig.

-------------
Als Empfehlung kann ich Dir nur raten, konzentriere dich auf EINE Kamera, auf die dafür voll und ganz. Audiorekorder zu verwenden ist sicher auch nicht falsch.
Alles andere ist zwar theoretisch gut und schön, in der Praxis ist man damit aber schnell überfordert und man bringt schlimmstenfalls dann fast gar nichts Brauchbares heraus.
Zusätzliche Kameras bringen nur dann was, wenn auch Blickwinkel, Bildausschnitt und Bildnähe passen. Es hat wenig Sinn alles aus 5 verschiedenen Blickwinkeln in weitwinkeliger Einstellung aufzunehmen, denn der Anteil an Details und Nahaufnahmen sollte beim fertig geschnittenen Film (Daumen mal Pi) etwa zwei Drittel des Materials betragen.
Liebe Grüße!
Brigitte

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Tobias Claren

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbuch?
« Antwort #9 am: Mai 08, 2010, 04:47:20 Vormittag »
Was sollte man denn dafür bekommen ;) ?
Was für ein Geld gebe ich da aus? Ich kaufe doch keine extra Kameras?
Daher ja die Erwähnung dass das nur eine alte Aiptek mit 720p ist. Und die Andere ist "Klump" den meine Mutter mal bei Lidl gekauft hat. Vom Bild Wirklich schlecht ist keine der Kamera. Gerade wenn man die nicht unter schwierigen Bedingungen und ohne Bewegung einsetzt. Wenn ich die nicht einsetze spare ich also nichts. Ich wollte auch nicht umherlaufen und die ständig verändern. Die hätte ich platziert, und dann die ganze Zeit laufen lassen. Also z.B. in der Kirche.

Ich kenne jedes Schnittprogramm und seine Funktionen eigentlich nur von der Herstellerbeschreibung ;) .
Ist also nicht so dass ich mich umgewöhnen muss.



Ein guter Film basiert auf einem guten Drehbuch (mal abgesehen von den Fähigkeiten). Das fällt hier natürlkch aus. Also bleibt nur das gegebene so rafiniert wie möglich festzuhalten.
Sonst wird es hinterher nicht mehr angesehen. Das weiß ich jetzt schon.
Daher auch die gute Tonaufnahme. Bei der Hochzeit wurde von der Cousine kirchlich gesungen. Das in "Stereosurround" (Kopfstereophonie) aufzunehmen machte es zu einem realistischen Erlebnis ("Immersions"-Highlight) der Aufnahme.

Verkaufen muss ich hinterher nichts. Was davon brauche ich später nicht mehr?
Die Kamera hatte ich schon zuvor. Wenn ich z.B. vor hätte Polizisten bei Straftaten zu filmen, ist das noch brauchbar ;) . Hey, da bräuchte ich dann evtl. noch eine Videobrille die aussieht wie eine normale Brille (unsichtbare Einblendung eines Sucherbildes in ein Glas), wenn ich die Kamera versteckt trüge ;D .

Was ich nicht will ist ein Zusammenschnitt aus ein paar Bildern unterlegt mit einer Musik auf 15 Min.
Nicht dass ich damit jemand fertig machen wollte :) . Evtl. etwas ketzerisch, aber nur weil jemand etwas Jahrzehnte macht muss es nicht der beste Weg sein. Ich sah beim KFZ-Teile-Händler einen Spruch der Sinnemäß aussagt dass man etwas auch seit Jahrzehnten falsch machen kann. Dass will ich hier echt keinem vorwerfen, aber ich will keinen reinen Weichzeichner-Kurzfilm unterlegt mit etwas Klaviergeklimper oder Gitarrenakkorden  *haareaufstell* .

Für einen Dokumentarfilm nimmt man evtl. 100h (oder mehr) auf, und verwendet nur 1,5h (oder weniger, ich will es ja nicht künstlich aufblasen).

Ich würde keine Kamaeras dort platzieren wo jemand stören könnte, oder ein Pfarrer einen Stuhl verrückt (Mehr als feste Bänke gibt es eh nicht).
Im Kirchenschiff z.B. nur an den Ränbdern bzw. aus der maximalen Weitwinkelposition die die Kamera hergibt. Am Rande wo es nicht stört. Diese "Knipsen" die ich nicht mehr in die Hand nehme sollen auch nur optionales Material liefern. Damit will ich mir keinen Stress machen. Einschalten und nicht mehr dran denken. Nur auf die Hauptkamera konzentrieren. Ich kann dann im Schnitt wenn ich will ein paar Sequenzen einarbeiten. Entweder als Ersatz für die Zeit, oder wenn möglich als Bild in Bild.
Bei der Auflösung kann ich auch aus dem HD-Material der "Knipsen" etwas aufgezoomtes als Fenster einfügen. Als Fenster (im eigentlichen 1080p-Video) geht die Auflösung eh runter.



@Brigitte

Gemeint ist dass es wie in der Natur nicht beeinflussbar ist, aber man vorher schon planen kann was man wie filmt. OK, Disney hat da evtl. mal nachgeholfen, obwohl es "Naturfilm ist. Soll ja auch vorkommen dass man zwei Tiere "zufällig" zusammenbringt statt zu warten.
Bei einer Taufe ist zwar weniger Eingriff als bei einem Naturfilm möglich, aber man weiß doch vorher ziemlich genau wie es abläuft.
Und anhand dieses bekannten Ablaufes könnte man sich vorher überlegen wo man in welchem Moment steht bzw. aus welchem Winkel man filmt oder eine "Fahrt" bzw. Zoom macht.
Daher ist das nicht "eindeutig" widersprüchlich ;) .

Wie oben geschrieben (in diesem Text) will ich mich nur auf eine Kamera konzentrieren, und die möglichen zwei anderen höchstens (am Rande) mitlaufen lassen.



P.S.: Macht es Sinn das in 1080p mit 60fps zu filmen? 24p geht nicht, es bliebe neben 60fps nur noch 30fps.
Actionszenen erwarte ich ja keine.
« Letzte Änderung: Mai 08, 2010, 04:51:25 Vormittag von Tobias Claren »

Offline Eventfilmer

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #10 am: Mai 08, 2010, 08:11:55 Vormittag »
Ich kenne jedes Schnittprogramm und seine Funktionen eigentlich nur von der Herstellerbeschreibung ;) .
Ist also nicht so dass ich mich umgewöhnen muss.

*ggg*  *ggg*  *ggg*
Den würde ich als Spruch des Monats Mai in die Top 5 wählen.



WSW

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbuch?
« Antwort #11 am: Mai 08, 2010, 08:20:30 Vormittag »
Zitat
P.S.: Macht es Sinn das in 1080p mit 60fps zu filmen? 24p geht nicht, es bliebe neben 60fps nur noch 30fps.
Actionszenen erwarte ich ja keine.

Wofür 1080p? Macht meiner Ansicht nach keinen Sinn. Nimm 1080i auf und fertig. Oder welchen Zweck willst du damit erfüllen?

Offline CKF

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbuch?
« Antwort #12 am: Mai 08, 2010, 08:59:34 Vormittag »
wie auch immer, ich würde das Ergebnis gerne bewundern. Vielleicht kannst Du es ja posten?
Gruß, Christian

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Tobias Claren

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbuch?
« Antwort #13 am: Mai 13, 2010, 15:09:25 Nachmittag »
Der Spruch ist absolut zutreffend. ICh bin noch nicht auf ein Programm geprägt.
Dennoch kriege ich auch als "Laie" wohl einfache Schnitte hin.
Mit Magix habe ich mal vorläufig Rohmaterial einer Hochzeit (mehrere Bänder) hintereinander gesetzt, ein "furzendes" Geräusch (schon seltsam realistisch und deutlich) durch neutralen Ton anderer Stelle ersetzt und wieder als DV ausgegeben (um es ungeschnitten weitergeben zu können, ca. 60GB). Sicher kein aufwendiger "Schnitt", aber die wichtigsten Basisfunktionen hat man schnell raus. Und mit irgendwelchem Material muss man ja anfangen. Filme ich jetzt einfach irgendwas (die leere Straße...) kann ich daraus nichts schneiden. Ist also auch eine Art Lernmaterial.

Mal sehen wie und was ich davon bereitstellen kann.


Wofür 1080p? Weil Fernseher 1080p und nicht das technisch unnötige 1080i haben?
"i" ist ein Relikt aus der Röhrenzeit wo es noch Sinn machte. Blurays haben 1080P, die Fernseher stellen 1080p dar, und für die Kamera ist 1080p das normale Format.

Die Frage war nicht ob ich 1080i oder 1080p nehmen soll, sondern ob ich 1080p mit 60 oder 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen soll. Wenn man in p filmen kann halte ich es für "Laienhaft" in i zu filmen (das kann ich als Konsument beurteilen). Einfach weil es keinen technisch logischen Grund gibt interlaced zu filmen (außer man plant die Wiedergabe in PAL auf einer Röhre).
60p machen bei schnellen Bewegungen Sinn (Sogar der Billighersteller Aiptek hat auf der CBit Live 30p und 60p mit einem Ventilator sichtbar verglichen). Die habe ich hier wohl eher nicht. Ist die Frage ob es hinterher beim Schnitt oder je nach Gerät der Wiedergabe probleme geben könnte. Ich will es ja möglichst auch nicht neuencodieren. Also Smart-Rendering wo es möglich ist. Das Aufnahmeformat AVC-HD ist ja im Gegensatz zu DV auch als Endformat geeignet. Kleiner kann ich es wohl hinterher (ohne sichtbaren Qualitätsverlust) auch nicht mehr enkodieren. Und für BluRay-Player ist es wohl auch geeignet.
« Letzte Änderung: Mai 13, 2010, 15:15:46 Nachmittag von Tobias Claren »

Offline brigitte

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Re: Taufe trotz (oder gerade wegen) festem Ablauf "filmisch inszenieren"? Drehbu
« Antwort #14 am: Mai 13, 2010, 16:57:01 Nachmittag »
Wenn man in p filmen kann halte ich es für "Laienhaft" in i zu filmen (das kann ich als Konsument beurteilen). Einfach weil es keinen technisch logischen Grund gibt interlaced zu filmen (außer man plant die Wiedergabe in PAL auf einer Röhre).

Es ist keine Frage von professionell oder laienhaft, sondern es ist eine Frage der Philosophie.
Ob i oder p "besser" ist, kann man ewig philosophieren. Fakt ist, beides hat seine Vor- und Nachteile.
Allein z.B. die Tatsache, dass ein Foto-Blitz in einem mit i gefilmten Bild eine völlig andere Wirkung hat, als in einem mit p gefilmten Bild, lässt viel Raum für Diskussion. Dasselbe gilt für schnelle Bewegungen, etc.
Nichts desto trotz, ich filme auch fast nur mehr im p Modus. Dass das aber nicht nur Vorteile hat, ist mir mehr als bewußt.
Liebe Grüße!
Brigitte

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