Naja. Also ganz so ist es auch nicht. Im Grunde hast du recht, aber:
Fotos zu machen ist nicht so einfach wie man denkt, vor allem gute.
Wenn sich der Fotograf was antut, dann hat der auch jede Menge Arbeit in der Nachbearbeitung, wenn auch nicht so viel wie ein Videograf.
Bei einem Album sind schon mal viel größere Selbstkosten drauf, als bei 2-3 DVD Rohlingen, von den qualitativ hochwertigen Ausdrucken nicht zu sprechen.
Wenn der Fotograf keine Rechte weiter gibt, dann ist das Ok, wenn du es als Videograf machst, ist es auch deine Sache.
Mir wird ehrlich gesagt bei 1500 nicht der Vogel gezeigt, das ist bei mir unterste Grenze für Standard 8h ohne irgendwas extra.
Wo liegt der höhere techn. Aufwand?
Eine Fotokamera koste sicherlich mind. so viel wie eine Videokamera.
Der PC ist in etwa der gleiche.
Bleibt ev. der Schnitt, die Wandlung und das auf DVD bringen, dafür muss ich keine farbverbindlichen Drucke machen, mir nicht um Papier, Lichtechtheit,... Gedanken machen.
Ich kenne ein paar Fotografen sehr gut, einer davon ist mein Studionachbar, da weiß ich schon, welcher Aufwand dahinter steckt, bis ein Album fertig ist.
Ist mit Sicherheit nicht der Aufwand eines Videografen, aber die Fotografen haben es wenigstens geschafft, einen angemessenen Preis für ihr Produkt zu bekommen. Dafür haben sie auch etliche Jahrzehnte Vorsprung an Image,...
Außerdem gibt es bei den Fotografen genau die gleichen Probleme, nämlich, dass es welche gibt, die für 500€ 1000 Fotos in hoher Daten-Qualität (nicht zu verwechseln mit Bildqualität oder Fotografischer Leistung!!) raus geben.
Das ist in unserer Branche das gleiche, auch da gibt es zig Anbieter in meinem Umkreis, die ernsthaft glauben, um 700-1000€ kann man qualitativ hochwertige Videos machen.
Die Kunden suchen sich den passenden Deckel zur Schachtel. Wenn jemand gute Fotos haben will, weiß er/sie, dass man wahrscheinlich mehr als einen Tausender hinblättern muss, wenn man ein gutes Video haben will, wissen mittlerweile auch einige, dass man da nicht um die 1000€ bekommt, sondern halt mal etwa das doppelte hinblättern muss.
Klar wird durch den Markt, die Qualität und die Leistungen verwässert und für manchen Kunden undurchschaubar, aber umgekehrt ist doch jeder Anbieter selber schuld, der es so billig macht.
Um auf deine Frage, was machen Videofilmer falsch, zurück zu kommen. Sie verkaufen sich zu billig! Würde sogar sagen, betriebswirtschaftlich unter jeder Kritik. Wenn man davon nicht leben muss - OK, dem bleibt höchstens der Zoff mit der Frau/Freundin, wenn man die Nacht am Schnitt Rechner durchmacht, aber dem, der davon leben muss, dem wird schnell klar sein, dass sich da was net ausgeht rein rechnerisch. Außer man macht nur Filmen, kaum Schnitt und Massenware, dann brauchst du aber Aufträge im 3 stelligen Bereich pro Jahr. Wär aber für mich unbefriedigend, wenn ich immer nur Schmarrn abgeben muss.